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Kinesiologie (Touch for Health)

Textausschnitt der Paracelsusschule Heft 1/2008 

Definition

Kinesiologie (Touch for Health) ist die "Lehre vom Energiefluss im bewegten Muskel". Durch die Aktivierung der Körperenergien soll das seelische und geistige Gleichgewicht erhalten oder wieder hergestellt werden. Die Kinesiologie ist eine umfassende Therapieform. In ihr sind westliche und asiatische Heilmethoden vereint, z.B. Chiropraktik, Ernährungs- und Bewegungslehre und Akupunktur. Eine besonders wichtige Rolle spielt in der Kinesiologie die Muskulatur. Durch spezielle Muskeltests können Energieblockaden im Körper aufgedeckt werden. 

Touch for Health (TFH), eine der bekanntesten Formen der Kinesiologie, hilft den Energiefluss im Körper wieder zum freien Fließen zu bringen.

Geschichte der Kinesiologie:

kinesio_1.jpg Der amerikanische Chiropraktiker George Goodheart entwickelte die Kinesiologie in den 60er Jahren, des vorigen Jahrhunderts. Aus seiner Sicht ist das muskuläre Gleichgewicht die Voraussetzung für die optimale Funktion aller Organe. Er erkannte, dass jeder Muskel mit einem Meridian (bekannt aus der Akupunktur) und einem bestimmten Körperorgan in Verbindung steht. So kann eine Muskelschwäche auf einen Energiestau oder eine Energieleere im entsprechenden Organ hinweisen. Die Folge können Müdigkeit, Konzentrationsschwächen oder psychosomatische Probleme sein. Die Beobachtungen Goodhearts zeigten, dass die Verkrampfungen eines Muskels (Agonist) häufig durch eine Schwäche seines Gegenspielers (Antagonist) ausgelöst wird. Er erkannte, dass erst der Gegenmuskel (Antagonist) gekräftigt werden muss, damit sich ein verkrampfter Muskel (Agonist) entspannen kann. In dem 1970 erschienen Buch "Touch for Health" ("Gesund durch Berühren") von Dr. John F. Thie, sind die kinesiolgischen Techniken und Übungen, die zur Stärkung geschwächter Muskeln und zum Ausbalancieren des Energieflusses angewandt werden, genau beschrieben.

Die Technik:

Zunächst werden von den Kinesiologinnen und Kinesiologen spezielle Muskeltests durchgeführt. Durch die Tests kann festgestellt werden, ob im Energiesystem des Körpers ein Ungleichgewicht besteht. Es wird ein gezielter Druck auf verschiedene Muskeln und Muskelgruppen ausgeübt. Ein energetisch "blockierter" Muskel gibt dem Druck nach, ein gut versorgter Muskel hält dem Druck stand. Der Kinesiologe findet mit Hilfe des Muskeltests heraus, womit die blockierte Energie wieder zum Fließen gebracht werden kann. Verschiedene Möglichkeiten stehen dafür zur Verfügung, z.B. die Massage von spezifischen Reflexpunkten oder von Muskelursprung und -ansatz. Es folgen Entspannungstechniken, Bewegungsübungen sowie Ernährungsempfehlungen. Besonders bei Kindern fördern die integrierten, speziellen "Brain Gym"-Übungen ("Hirngymnastik") die Lernfähigkeit und bauen Lernstress ab. Bereits der Muskeltest selbst kann den Energiefluss aktivieren. Die meisten Patienten spüren die Aktivierung sofort. Sie fühlen sich ausgeglichen, angenehm entspannt oder auch angeregt, je nach Ausgangslage. Nach 5 - 10 Einzelsitzungen - es kommt wiederum auf die Ausgangslage an - sucht der/die Therapeut/in mit dem Patienten Übungen aus, die auch zu Hause ausgeführt werden können, um das in den therapeutischen Sitzungen Erreichte zu stabilisieren und zu erhalten.

Einsatzmöglichkeiten:

  • Rückenschmerzen
  • Übergewicht
  • Migräne
  • Muskelverspannungen
  • Allergien
  • Verdauungsstörungen
  • Depressive Verstimmungen
  • Angstzustände
  • und viele mehr

Ein besonderes Anwendungsgebiet der Kinesiologie ist die Anregung von geistigen Fähigkeiten. Kinesiologie fördert das persönliche Lernpotential, beispielsweise bei:

  • Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnisschwäche
  • Prüfungsstress
  • Lese- und Rechtschreibeschwäche
  • Hyperaktivität

 

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